Chronologie der Jahrestagungen

Vom 22.Mai – 25. Mai 2019 fand die 60. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie in Stuttgart statt. Zu diesem Jubliäumskongress konnten wir weit über 1000 Teilnehmer begrüßen.

Jubiläen erfordern einen Rückblick. Sie würdigen und erinnern an die Entwicklungen der Vergangenheit, hier besonders auch die Entstehung der Deutschen akademischen Urologie im Südwesten. Gleichzeitig gilt es aber, entlang des Zeitstrahls den Blick wieder nach vorne zu richten, aktuelle Erkenntnisse und Neuerungen auszutauschen und deren künftigen Einfluss auf unser Fach zu definieren. In diesem Sinne verstand sich auch das Motto dieses Kongresses „Mit Tradition in die Zukunft – gemeinsam für eine starke Urologie!“

Wie erstmals 2014 von den Profs. Michel und Haas erprobt, haben auch wir diesen Kongress als ein 2-köpfiges Präsidenten-Team organisiert. Bei heute unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkten im ambulanten und stationären Sektor verbinden uns persönlich dennoch starke gemeinsame Wurzeln unserer Homburger Ausbildung in der Urologie. Mit dieser gemeinsamen Präsidentschaft in Stuttgart konnten wir demonstrieren, dass das Bewusstsein für die Zusammengehörigkeit und Verzahnung der Sektoren für die Zukunft einer starken Urologie unabdingbar ist.

Das Kongressprogramm hat bewährte traditionelle Standards ebenso wie die innovativen Entwicklungen beleuchtet. Aktuelle und unter den Nägeln brennende klinische, wissenschaftliche und berufspolitische Themen wurden im bewährten Rahmen für Kliniker und niedergelassene Kollegen aufgegriffen und diskutiert. Die Einbeziehung der jungen, nachwachsenden Ärzte-Generation mit spezifischen Weiterbildungs-Veranstaltungen, ebenso wie für die Mitarbeiter der Pflege- und Assistenzberufe war uns ein unbedingtes Anliegen und konnte auch erfolgreich umgesetzt werden. Die Tagung war in und neben den Sitzungen für alle Generationen und Berufsgruppen ein fruchtbares Forum für den kollegialen Austausch.

Für Raum und Zeit zur Kommunikation abseits des Parketts der Tagungsräume wurde auch im Rahmen des traditionellen Begleitprogrammes des Kongresses gesorgt. Es wurden sowohl die Ehrenmitglieder als auch die korrespondierenden Mitglieder der Südwestdeutschen Gesellschaft ernannt und die höchste Ehrung der SWDGU, die Gustav-Simon-Medaille wurde diesmal zweimal verliehen – an Prof. Alexander Lampel und Prof. Schahnaz Alloussi. Ebenso traditionell wurde am Kongress-Samstag der Werner-Stähler-Gedächtnispreis, der Praxispreis sowie der SWDGU-Forschungsförderungspreis verliehen. Als Besonderheit dieses Jubiläumskongresses wurde diesmal mit dem „Preis der Präsidenten“ der beste Beitrag eines in der Klinik und eines in der Praxis tätigen Urologen geehrt.

Als besonderes Highlight eines nicht-medizinischen Vortrages in der Plenumssitzung „Zukunftsperspektiven“ zum Thema „Zukunftsperspektiven unserer Umwelt: Bauen für die Welt von morgen“ hat der weltweit bekannte Stuttgarter Architekt und Ingenieur Prof. Dr. Dr. E.h. Dr. h.c. Werner Sobek aus Stuttgart die Zuhörer nachhaltig gefesselt. Die Präsidentengans wurde anlässlich des Jubiläums von uns vollständig renoviert und in neuer Pracht vom ursprünglichen Schöpfer dieses Wanderpokals, Herrn Dr. H.R. Werner aus Gaggenau, an die beiden nachfolgenden Präsidenten für das Jahr 2020 übergeben.

Wir können freudig auf vier erfolgreiche, lebhafte und denkwürdige Kongresstage in Stuttgart zurückblicken. Die Resonanz und das Feedback der Teilnehmer, wie auch der unterstützenden Industrie, waren nachhaltig positiv. Insofern sind aktuelle Tendenzen, die Regionalkongresse zu diskreditieren und wegen „Sinnlosigkeit“ oder „Ineffizienz“ abzuschaffen, nach unserer diesjährigen Erfahrung nicht nachvollziehbar. Wir danken allen Teilnehmern und Unterstützern sehr, dass in der Stuttgarter Liederhalle ein gelungener Jubiläumskongress realisiert werden konnte und hoffen mit den neuen Präsidenten auf Ihr erneutes Interesse und Ihre Unterstützung für den nächsten Kongress der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie vom 6.-9. Mai 2020 in Ulm.

Ihre

Ulrich Humke und Frank Becker

Nachlese zum SWDGU-Kongress 2015 in Friedrichshafen

Über 1.000 Teilnehmer- nicht nur aus dem Südwesten Deutschlands – haben vom 06.-09. Mai 2015 an der 56. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie in Friedrichshafen 2015 im Graf Zeppelin-Haus teilgenommen.

Das Motto „Starke Partner“ zog sich wie ein roter Faden durch das Kongressprogramm:

Als Partner haben wir gemeinsam mit der Programm-Kommission das wissenschaftliche Programm erstellt, das von qualifizierten Moderatoren und Referenten hervorragend umgesetzt wurde.

Als starke Partner stand uns dabei das Team der Firma Interplan stets tatkräftig zur Seite.

Und der wichtige Partner Industrie hat uns wie gewohnt mit einer großzügigen Ausstellung unterstützt.

Die angebotenen Kurse, Seminare, wissenschaftlichen Sitzungen und Industrie-Symposien wurden sehr gut angenommen.

Der Akademie der Deutschen Urologie als starkem Partner verdanken wir die Realisierung der sehr gut besuchten Reihe „UroAktuell regional“, in der sich die Kolleginnen und Kollegen kompakt und kompetent über Wissenswertes und Praxisrelevantes aus der Urologie informieren konnten.

Die Partnerschaft Arzt, Pflege und Assistenzberufe war im Pflegekongress der Teamakademie eine Selbstverständlichkeit – wie dies auch im Alltag der Fall ist.

Die Partnerschaft „Klinik-Urologe“ und „Niedergelassener Urologe“ wurde nicht nur in den 5 Praxisseminaren und dem Berufspolitischen Forum gepflegt, sondern war während des gesamten Kongresses zu spüren.

Die Partnerschaft „erfahrener Urologe“ und „Urologische Nachwuchs“ konnte sich in den von der GeSRU mitgestalteten Sitzungen voll entfalten. Ob Albtraumsitzung, Fall-orientiertes Lernen, Zukunftsmodelle oder duale Karriere – alle Sitzungen boten praxisnahe Informationen für angehende Urologen.

Herausragend waren die Videositzungen – angefangen von den „Einsteiger-Operationen der GeSRU“ über die „Fortgeschrittenen Operationen“ und „Tipps- und Tricks zur Harnableitung“. Diese Form der Präsentation und Wissensvermittlung ist mit Sicherheit eine Methode der Zukunft.

In der Sitzung „Blick über den Tellerrand“ zeigten uns Kollegen und Partner anderer medizinischen Disziplinen aus dem Schwarzwald-Baar- Klinikum in Villingen-Schwenningen, lehrreiche Einblicke in Ihre Fachgebiete.

Ein absolutes Highlight muss herausgehoben werden:
Der Vortrag „Ich bin dann mal ich“ von Dr. Dogs aus Scheidegg hat alle gefesselt und zum Nachdenken gebracht.

In der Mitgliederversammlung wurde eine zukunftsweisende Neuerung beschlossen:
Ab sofort wird es einen Generalsekretär der Gesellschaft geben.

Der Eröffnungsabend im Zeppelin-Museum und der SWDGU-Abend im Dornier-Museum –wo mit dem HM3-Lithotripter auch ein Stück Urologie-Geschichte steht – boten den passenden Rahmen, sich auch nach dem wissenschaftlichen Programm weiter auszutauschen.

Mit der Ernennung der Gustav-Simon-Medaillen-Preisträger, der Ehrenmitglieder und korrespondierenden Mitglieder durften wir heraus ragende Persönlichkeiten in der Urologie und gleichzeitig enge Freunde ehren.

Und nicht zuletzt blieb auch die Unterhaltung durch die unermüdlich spielende „Uroband“ fest in urologischer Hand.

Das abwechslungsreiche Kongressprogramm kam bei den Teilnehmern gut an und – unterstützt durch wunderbares Wetter und die herrliche Kulisse und Atmosphäre am Bodensee – war der Kongress ein voller Erfolg.

Wir möchten uns auch auf diesem Wege nochmal ganz herzlich bei allen für die großartige Unterstützung bedanken, für das Einbringen von Ideen, die Organisation der Seminare und Kurse, die Übernahme von Vorträgen und Moderationen, die Koordination der gelungenen Industrieausstellung und der Abendveranstaltungen, ohne die unser Kongress gar nicht möglich gewesen wäre.

Mit besten Grüßen

Prof. Dr. Daniela Schultz-Lampel und Prof. Dr. Alexander Lampel

Nachlese zum Kongress 2014 in Mannheim

Die 55. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie in Mannheim 2014 wurde von über 1.250 Teilnehmern besucht, die weit über den südwestdeutschen Raum Deutschlands hinaus in das Kongresszentrum Rosengarten kamen. Das Motto des Kongresses lautete in diesem Jahr: „ Urologie im Dialog zwischen Praxis und Klinik“. Dieses spiegelte sich nicht nur in den hervorragend besuchten Praxisseminaren zu Themen wie „Fehlermanagement in der Praxis“ oder „Brusterkrankungen des Mannes“ wider, sondern ganz besonders auch im aktiven Dialog in den Kongresssitzungen. Sowohl für Kliniker, Niedergelassene, junge Assistenzärzte und das Pflegepersonal bot der Kongress einen persönlichen Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe.

Sehr gut angenommen wurden der Urinzytologie- und Spermiogrammkurs sowie der Sonographiekurs der DEGUM am ersten Tag. Der 2. Kongresstag war u.a. gefüllt mit einer Plenarsitzung zum Prostatakarzinom, vielen interessanten Vortragssitzungen zu allen urologischen Krankheitsbildern und einer Sitzung über urologische Erkrankungen in Kriegsgebieten. Für Assistenzärzte in der Ausbildung wurde abermals ein GeSRU-Forum, diesmal zum Nierenzellkarzinom angeboten sowie das zweitägige Akademie Frühjahrsforum. Alle Sitzungen wurden von engagierten und qualifizierten Moderatoren und Referenten durchgeführt. An dieser Stelle auch diesen ein herzliches Dankeschön. Auch der 3. Kongresstag bot ein breit gefächertes Programm. Von der Plenarsitzung über PSA-Rezidiv nach kurativer Therapie beim Prostatakarzinom, einer konfrontationsfreudigen „Experts challenge Experts“ Sitzung zu aktuellen operativen Techniken, einer Video-OP-Sitzung zum Äußeren Genitale sowie diversen AK-Sitzungen wurden sämtliche Gebiete und Fragestellungen der Urologie abgebildet. Ebenfalls großen Zuspruch fand auch in diesem Jahr wieder die zweitägige „Teamakademie“ für klinisches Pflegepersonal und medizinische Fachangestellte im Niedergelassenenbereich. Die Abschlusssitzung am Samstag begann mit der beliebten GeSRU- „Alptraumsitzung“, der sich die Preisverleihungen für die Vortragspreise anschlossen. Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaften war umrahmt mit drei ganz persönlichen Rückblicken auf wegbereitende Entwicklungen. Kongressabschluss waren drei herausragende Vorträge zur Zukunft der Urologie auf dem klinischen Sektor, dem ambulanten Sektor und der individualisierten Krebsmedizin.

Insgesamt war das Kongresszentrum Rosengarten für einen Kongress dieser Größenordnung ein heller, moderner und technisch auf dem höchsten Stand ausgerichteter Tagungsort, mit großzügigen Räumlichkeiten, der auch für die Industrie bestmögliche Ausstellungsflächen bot. An dieser Stelle ist den Industriepartnern für die Unterstützung des SWDGU ganz herzlich zu danken.

Ein Highlight war sicherlich der bereits im Vorfeld mit über 300 Teilnehmern ausgebuchte SWDGU-Abend am Freitag im Barockschloss Schwetzingen. In sommerlich unbeschwerter Atmosphäre genossen die Kongressteilnehmer das gute Essen und ein Wiedersehen mit befreundeten Kollegen.

Allen Kongressteilnehmern, Referenten, den Mitarbeitern der Kongressorganisation und dem Team in der Klinik ist für den großen Einsatz zu danken.

Cornelia Oslow

Nachlese zum Kongress 2013 in Baden-Baden

Die 54. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie in Baden-Baden 2013 konnte die vorgesehenen Ziele übertreffen. Die Teilnehmerzahl, vor allem auch aus überregionalen und internationalen Ländern, betrug insgesamt 1100 Teilnehmer. Das Motto des Kongresses, die vier I´s, (Innovation, Interdisziplinär, Interaktiv und International) konnte dazu beitragen, dass eine Harmonie zwischen den Vortragenden und Teilnehmer in einer ausgezeichneten Form entstanden ist. Hierzu trug das ausgezeichnete Ambiente des Kongresshauses und die wunderbare Witterung zur Optimierung der Stimmung der Teilnehmer bei.

Während der vier Kongresstage wurden von nationalen und internationalen Referenten sowohl die Ausbildungskurse als auch die neuesten Ergebnisse zu den unterschiedlichsten urologischen Krankheitsbilder in intensiver Form ausgetauscht. Weiterhin wurden die neuesten Fortschritte bei den operativen Techniken vorgestellt. Insbesondere bei der Videositzung wurden innovative Operationsmethoden von Operateuren präsentiert und live kommentiert. Die Praxisseminare rundeten die Effektivität des Kongresses für die niedergelassenen Kollegen ab. Mit dem Frühjahresforum der Akademie konnten hochwertige Vorträge mit den neusten Erkenntnissen von Experten dargestellt und mit den Kollegen ausdiskutiert werden. Auch die Industrie konnte mit Ihren Satellitensymposien gezielt besonders hochwertige Themen der Urologie ansprechen. Die Ausbildungskurse trugen dazu bei in komprimierter Form den Teilnehmern großes Wissen zu vermitteln.

Wiederum konnte mit Hilfe von hochwertigen Referenten, von Urologen und Pflegekräften, die Fortbildungsveranstaltung für urologische Assistenz- und Pflegeberufe optimiert angeboten werden.

Der „Get together Abend“ brachte die Urologen mit Ihren Partnern aus der Industrie eng zusammen. Hier wurden viele Probleme und neue Perspektiven der Zusammenarbeit distanzlos besprochen. Der Eröffnungsabend konnte in dem Kulturhaus LA8 mit seinem unkonventionellen Ambiente sämtliche Urologen und Begleitpersonen zusammenbringen. Der Festabend stellte in festlicher Atmosphäre den Höhepunkt der Honorierung der Urologen dar in einem der historischen Mittelpunkte der Großstadt, im großzügigen Benazétsaal.

Abschließend kann ich als Präsident der 54.Jahrestagung der Südwestsdeutschen Gesellschaft für Urologie einen herzlichen Dank an alle Kongressteilnehmer, Aktiven, Industriepartnern, den Mitarbeitern der Kongressorganisation sowie meinem Team und meiner Familie für das eingebrachte Engagement für das Gelingen der Jahrestagung in Baden-Baden aussprechen.

Ihr

Prof. Dr. med. Sch. Alloussi

Nachlese zum Kongress

Die 53. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie in Wiesbaden 2012 hatte wieder über 1000 Teilnehmer vor allem aus den Bundesländern Baden Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland. „Wissenschaft und praktische Urologie im Gespräch“ war das Motto des Kongresses. Zentrales Anliegen war der persönliche Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft, Klinik und Praxis, ebenso das Gespräch der jungen Kolleginnen und Kollegen mit den Erfahrenen.

Während der drei Kongresstage wurden von nationalen und internationalen Referenten neueste Ergebnisse zum Prostatakarzinom, Blasenkarzinom, Nieren- und Hodenkarzinom mitgeteilt, weiterhin über Fortschritte bei den operativen Techniken wie der Fast Track Strategie oder dem urologischen Operieren bei nicht absetzbarer Antikoagulation berichtet. Daneben wurden alle großen Hauptthemen der Urologie behandelt. In einer Original-Videositzung wurden optimierte OP-Schritte von Operateuren präsentiert und live kommentiert. Drei Praxisseminare waren speziell für niedergelassene Urologen konzipiert.

Die jungen Nachwuchsurologinnen und –urologen wurden besonders im „Jungen Forum“ angesprochen, wo von namhaften Referenten die „Zukunftsperspektive Urologe“ beleuchtet wurde. Im „Club 35“ haben urologische Nachwuchsforscher in einem Wettbewerb ihre experimentelle und klinische Forschungsarbeit dem Auditorium verständlich übersetzt, damit sich Wissenschaft und urologische Praxis nicht entfremden.

Wiederum war dem Kongress eine exzellente Fortbildungsveranstaltung für Urologische Assistenz – und Pflegeberufe assoziiert.

Das Rahmenprogramm mit Eröffnungsabend im Landesmuseum Wiesbaden sowie dem Festabend auf dem Jagdschloss Platte hat viele Kongressteilnehmer angezogen. Neben dem musikalischen Programm und einer Führung durch die „Zeitgenössische Kunst“ konnten wichtige Fußballspiele der Europameisterschaft 2012 als „Public Viewing“ auf großen Monitoren an der Bar verfolgt werden.

Nochmals herzlichen Dank allen Kongressteilnehmern, Aktiven, Industriepartnern, den Mitarbeitern der Kongressorganisation sowie nicht zuletzt meinem Team für das eingebrachte Engagement zum Gelingen der Jahrestagung in Wiesbaden.

Ihr

Prof. Dr. Klaus Kleinschmidt

Nach mehr als fünf Jahrzehnten ist die Südwestdeutsche Gesellschaft für Urologie an den Ort ihres Entstehens zurückgekehrt und hat erneut einen Besucherrekord erreicht. Namhafte regionale und internationale Referenten haben ein breites Spektrum urologischer Fortbildung mit fachübergreifender Betrachtung wichtiger Themen wie urologische Tumore, rekonstruktive Urologie, Neurourologie und Kinderurologie abgehandelt. Die Neue Aula in Tübingen hat sowohl den Teilnehmern als auch den Industriepartnern das ideale Ambiente für den Gedankenaustausch untereinander geboten. Zwischendurch konnten sich die Teilnehmer vor dem Gebäude bei herrlichem Wetter auf die nächsten Vorträge und Verpflichtungen vorbereiten.

Zum ersten Mal fand die Veranstaltung “Club 35 – Wissenschaft auf erfrischendem Niveau” statt, die sich einerseits auf junge Wissenschaftler konzentriert andererseits aber auch auf die Verständlichkeit dieser wissenschaftlichen Beiträge für niedergelassene Urologen. Die Intention war es jungen Wissenschaftlern ein Forum zu geben ihre Arbeit in unterhaltsamer und verständlicher Form den Zuhörern näher zu bringen. Bei den Sponsoren hatte diese Idee großen Anklang gefunden und neben dem Hauptpreis (Flugticket Business Class zum AUA 2012), konnte auch ein zweiter und dritter Preis (je einem Apple iPad2) vergeben werden.

Der Festabend im Sparkassenkarree, welcher von den Tübinger Salonikern sowie dem Zauberer David Pricking umrahmt wurde fand ebenso großen Anklang wie das Rahmenprogramm bestehend aus einen geldvernichtenden einem historischen Stadtspaziergang, einer Stocherkahnfahrt auf dem Neckar.

Ich möchte nochmals allen Teilnehmern, Industriepartnern und Mitarbeitern für diese erfolgreiche Veranstaltung in Tübingen danken und hoffe, Sie konnten die Zeit auf dem Kongress und außerhalb im historischen Tübingen genießen,

Ihr
Prof. Dr. med. Arnulf Stenzl

 

Die 51. Jahrestagung der SWDGU in Landau ist Vergangenheit.
Unter dem Motto ‘Zukunft morgen durch Gemeinsamkeit heute’ scheint ein bunter Mix aus praxisorientierter Fortbildung, interdisziplinärer Zusammenarbeit und Nachwuchs relevanten Themata gelungen zu sein.

Nach den Präliminarien mit Laser- und Strahlenschutzkurs bot sich den über 1000 Teilnehmern ein Programm mit 3 Praxisseminaren, Pro und Contra Diskussion, 2 Expertengesprächen, Filmsitzung und als ‘Highlight’ das 1. Frühjahrsforum gemeinsam mit der Akademie der Deutschen Urologen als ganztägige ‘state of the art’ lecture mit hochkarätigen Referenten.

6 Satellitensymposien rundeten die über 200 Präsentationen als Poster oder Vorträge ab, ergänzt durch den diesmal den gesamten urologischen Ultraschall erfassenden zertifizierten DEGUM-Kurs.

Neu war auch ein Rechtsforum zum Vertrags- und Haftungsrecht in der Urologie, das großen Zuspruch fand, zumal es gelungen war einen Richter des BGH als Referenten zu gewinnen.

Die Suche nach gemeinsamen interdisziplinären Ansätzen zeigte die angeregte Diskussion in den Expertengesprächen und Seminaren zu den Schwerpunkten Prostatacarcinom, Kinderurologie und Uro-Onkologie.

Ebenso fand das Patientenforum über das Nieren- und Prostatacarcinom ein großes Interesse in der Bevölkerung.

Zum attraktiven Programm für urologische Assistenz- und Pflegeberufe haben die Anmeldungen die vorhandene Kapazität überschritten.

Die Industrieausstellung in der familiären Atmosphäre der Jugendstil-Festhalle bot eine von vielen begeistert wahrgenommene Plattform für einen intensiven, regen Gedankenaustausch untereinander und insbesondere mit den Ausstellern.

Das ‘Alte Kaufhaus’ lud am Eröffnungsabend ein zum fröhlichen Beisammensein fernab des wissenschaftlichen Stresses. Prämierte Pfälzer Wein- und Sektgüter präsentierten ihre Köstlichkeiten zu einem hervorragenden italienischen Buffet.

Der Festabend auf einem Weingut im Zelt, mit Pfälzer und kulinarischer Küche, mit Lagerfeuer und Band am Platz war einmal ganz anders.

Herzlichst

Ihr
Prof. Dr. Dietmar Molitor

50 Jahre Südwestdeutsche Gesellschaft für Urologie!
50 Jahre interdisziplinärer Austausch und gemeinschaftiche Weiterentwicklung
Anlässlich der 50. Jahrestagung der SWDGU in Freiburg standen insbesondere die Themen der praxisorientierten Fortbildung und der interdisziplinären Zusammenarbeit im Vordergrund.

Über tausend Kongressteilnehmer haben diese Tage genutzt, zentrale Themen interessiert aufzunehmen, Inhalte intensiv zu diskutieren und über die Fachlichkeit hinaus, Gelegenheiten zu schaffen, die Identität unserer Gemeinschaft zu pflegen.

Vier Praxisseminare und zwei Expertengespräche wurden im Rahmen unseres Regionalkongresses in Freiburg ergänzend zu zahlreichen Forums- und Postersitzungen angeboten.

Die thematischen Schwerpunkte konzentrierten sich auf praxisrelevante Aspekte

  • der Therapie des Prostatakarzinoms
  • der Kinderurologie und
  • der Uro-Onkologie

Die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit bildete den roten Faden durch den Kongress und ist herausragend in dem Vortrag “Pathologie der Zukunft“ zum Ausdruck gekommen.

Großes Interesse fand in diesem Zusammenhang der Beitrag von Prof. Markus Müller, der mit dem “Ludwigshafener Modell“, neue Wege der Zusammenarbeit im Bereich der Uro-Onkologie kompetent aufzeigte, nachdem Prof. Margitta Retz aus München in ihrem Vortrag “Zukunft der Onkologie“ die aktuelle Situation der Uro-Onkologie umfassend beleuchtet hatte.

Neue Sichtweisen und Updates international renommierter Kollegen wie Dr. Ahmed von der UCLH, Prof. Wirth (DGU) und Prof. Semjonow (Münster) zu den Therapiemöglichkeiten des Prostatakarzinoms wurden begeistert aufgenommen und kontrovers diskutiert. Auch das Patientenforum zu diesem Thema fand mit 300 Teilnehmern reges Interesse.

Sehr attraktiv war wieder einmal das Programm für das urologische Assistenz- und Pflegepersonal, das wie in jedem Jahr zahlreiche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus Klinik und Praxis nach Freiburg zum Kongress anreisen ließ.

Mit über 200 Vortrags-Anmeldungen hatten besonders die jüngeren Kollegen und Kolleginnen aus dem Südwesten Deutschlands Gelegenheit, umfangreich ihre wissenschaftlichen Resultate präsentieren zu können.

Auch in diesem Jahr nutzten die Teilnehmer interessiert die Möglichkeit zum Gedankenaustausch und zur Diskussion mit den industriellen Ausstellern.

Mit den Freiburger Impressionen haben wir versucht, unseren Gästen ein Rahmenprogramm von besonderer Qualität und Vielfalt zu präsentieren.

Der Eröffnungsabend an der Alten Wache auf dem Münsterplatz bot Gelegenheit zu einem entspannten Miteinander fernab urologischer Fachthemen.

Ein absoluter Höhepunkt des Rahmenprogramms war der Auftritt der mehrfach preisgekrönten Jazz- und Gospelsängerin Cécile Verny, die mit ihrem Auftritt begeisterte und unseren Kongress musikalisch abgerundet hat.

Herzlichst
Ihr

Prof. Dr. Jürgen Breul

Nachlese Jahrestagung 2008 Heilbronn,
49. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie e.V., 30.04. – 03.05.2008 in Heilbronn.

‘ Die Balance zwischen Innovation und Tradition ‘ spiegelte sich im wissenschaftlichen als auch im Rahmenprogramm der diesjährigen Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft wieder.

Erstmals wurden 16:9 Flachbildschirme zur Präsentation von Videopostern verwand. Diese Präsentationsform ermöglichte es den Referenten Text und Grafik in Ihre Beiträge zu integrieren. Eine weitere Besonderheit des Kongresses waren die zahlreichen Live-Operationen, die alle in der Urologie des Klinikums am Gesundbrunnen Heilbronn durchgeführt und in die Harmonie dem Konzert- und Kongresszentrum der Stadt Heilbronn übertragen wurden. Am ersten Tag wurden insgesamt 8 Live-Operationen, darunter die flexible URS, starre und rigide Cystoskopie, die Instillation von Botolinum-Toxin bei überaktiver Blase und verschiedene Techniken der TRUS-Biopsie vorgeführt. Am zweiten Tag gab es 3 große laparoskopische Eingriffe:

Eine ultraschall-kontrollierte retroperitoneale laparoskopische Nierentumorvereisung (Kryotherapie), eine TRUS-navigierte extraperitoneale laparoskopische Prostatektomie und eine transperitoneale laparoskopische Nierentumorexcision.

Am letzten Tag wurden wiederum 8 Operationen, darunter verschiede Resektionsformen der obstruktiven Prostatahyperplasie, unter anderem die TUR-P in Kochsalz (TURis), die plasmakinetische Resektion als auch verschiedene Laservaporisations-, Laserablations- und Laserenukleationsverfahren präsentiert.

Neben berufspolitischen Fragen richtete sich der Focus der wissenschaftlichen Schwerpunkte auf die Richtlinien der Facharztausbildungen zur Andrologie und medikamentösen Tumortherapie, Prostatakarzinom-Screening, N.O.T.E.S., Mikrorobotik für endoluminale Chirurgie, computer-gestützte Navigation bei urologischen Operationen.

Für Ihre herausragenden Forschungsarbeiten wurde der Wener Stähler Gedächtnispreis dieses Jahr zweigeteilt und ging an :

Frau Dr. A. Haferkamp und Herr Dr. S. Wedel für die Präsentation ihrer Forschungsergebnisse in ihren Beiträgen:

1. Stellenwert des Inhibitors of Apoptosis Proteins Livin für die Prognose beim Nierenzellkarzinom (Frau Dr. A. Haferkamp).

2. Neuer Therapieansatz beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom durch die HDAC-Inhibitoren ACS2 und ACS 33 (Herr Dr. S. Wedel).

In zwei englisch-sprachigen Videopostersitzungen hatten ehemalige ‘klinische Fellows’ des Klinikums Heilbronn, Gelegenheit über Ihre Erfahrungen der erlernten endoskopischen und laparoskopischen Operationsverfahren zu berichten.

Tradition und Innovation waren auch das Motto der Rahmenprogramme. Von der ‘Hexenküche’ am 1. Mai auf dem Heuchelberg bis zum Festabend im AUDI-Forum bei der die Uroband nach 4 Jahren erstmals wieder zusammen auftrat, gab es reichlich Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen und Gespräch. Einer der Höhepunkte des Festabends war die Ernennung von Prof. Fuchs (Los Angeles, Kalifornien) und Prof. de la Rosette (Amsterdam) zu korrespondierenden Mitgliedern der Gesellschaft. Prof. Alken wurde mit der Gustav-Simon-Medaille für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Wir hoffen somit bei frühlingshaften Temperaturen in der Neckarstadt Heilbronn einen Regionalkongress mit internationalem Charme geboten zu haben.

Dr. med. D. Teber, Ltd. OA + Kongresssekretär
Prof. Dr. med. J. Rassweiler, Klinikdirektor + Präsident

Weitere Jahrestagungen

SWDGU 2007 –  Prof. Dr. med. M. Stöckle –  Saarbrücken
SWDGU 2006 – Prof. Dr. med. Dr. h. c. E. Becht – Frankfurt
SWDGU 2005 – Prof. Dr. med. T. Kälble – Fulda
SWDGU 2004 – Priv.-Doz. Dr. med. U. Ikinger – Heidelberg
SWDGU 2003 – Dr. med. V. Laible – Stuttgart
SWDGU 2002 – Prof. Dr. med. J. W. Thüroff – Mainz
SWDGU 2001 – Prof. Dr. med. R. Horsch – Offenburg
SWDGU 2000 – Prof. Dr. med. S. Peter – Darmstadt
SWDGU 1999 – Prof. Dr. med. B. Kopper – Kaiserslautern
SWDGU 1998 – Prof. Dr. med. P. Alken – Mannheim
SWDGU 1997 – Prof. Dr. med. S. H. Flüchter –  Saarbrücken
SWDGU 1996 – Prof. Dr. med. D. Frohneberg – Karlsruhe
SWDGU 1995 – Prof. Dr. med. U. W. Tunn – Offenbach
SWDGU 1994 – Prof. Dr. med. E. Sinagowitz – Friedrichshafen
SWDGU 1993 – Prof. Dr. med. G. Staehler – Heidelberg
SWDGU 1992 – Prof. Dr. med. H. Palmtag – Sindelfingen
SWDGU 1991 – Dr. med. H.-H. Sparwasser – Koblenz
SWDGU 1990 – Prof. Dr. med. W. Jellinghaus – Worms
SWDGU 1989 – Prof. Dr. med. G. Ludwig – Frankfurt
SWDGU 1988 – Prof. Dr. med. J. Altwein – Baden-Baden
SWDGU 1987 – Dr. med. R. Werner – Gaggenau
SWDGU 1986 – Prof. Dr. med. C. Bollack – Straßburg
SWDGU 1985 – Prof. Dr. med. K.-H. Bichler – Tübingen
SWDGU 1984 – Prof. Dr. med. K. Stockamp – Ludwigshafen
SWDGU 1983 – Prof. Dr. med. H. Sommerkamp – Freiburg
SWDGU 1982 – Prof. Dr. med. D. Völter – Pforzheim
SWDGU 1981 – Prof. Dr. med. K. Bandhauer – St.Gallen
SWDGU 1980 – Prof. Dr. med. J. G. Moormann – Trier
SWDGU 1979 – Prof. Dr. med. Dr. h. c. M. Ziegler – Saarbrücken
SWDGU 1978 – Prof. Dr. med. W. Weber – Frankfurt
SWDGU 1977 – Prof. Dr. med. J. Potempa – Mannheim
SWDGU 1976 – Prof. Dr. med. O. Hallwachs – Darmstadt
SWDGU 1975 – Dr. med. F. Hartung – Reutlingen
SWDGU 1974 – Prof. Dr. med. K. Planz – Fulda
SWDGU 1973 – Prof. Dr. med. R. Hohenfellner – Mainz
SWDGU 1972 – Dr. med. J. Massier – Karlsruhe
SWDGU 1971 – Prof. Dr. med. A. Gaca – Wiesbaden
SWDGU 1970 – Prof. Dr. med. G. Rutishauser – Basel
SWDGU 1969 – Prof. Dr. med. L. Röhl – Heidelberg
SWDGU 1968 – Prof. Dr. med. A. Thelen – Freiburg
SWDGU 1967 – Dr. med. T. Henftling – Heilbronn
SWDGU 1966 – Dr. med. H.-D. Marquardt  – Ulm
SWDGU 1965 – Dr. med. A. Frei – Singen
SWDGU 1964 – Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. C. E. Alken – Bad Dürkheim
SWDGU 1963 – Priv.-Doz. Dr. med. F. Arnholdt – Baden-Baden
SWDGU 1962 – Priv.-Doz. Dr. med. F. Arnholdt – Stuttgart
SWDGU 1961 – Prof. Dr. med. W. Staehler – Eberbach am Neckar
SWDGU 1960 – Prof. Dr. med. W. Staehler – Bad Teinach und Tübingen